Geschichte der Erfindung des Kinos

Wie die Bilder laufen lernten

Das Kino „ist eine Erfindung ohne Zukunft“, sagte Louis Lumière 1895. Mit dieser Auffassung hatte sich Lumière offensichtlich geirrt. Das Kino hatte mit und durch ihn eine große Zukunft. Und selbst heutzutage, 120 Jahre nach der ersten kommerziellen Filmvorführung, in Zeiten von DVDs und Streaming Portalen, erlebt das Kino immer noch Besucherzahlenrekorde, wie zuletzt beim Star Wars Erfolg von 2015.

 

Lange haben sich die Franzosen und die Deutschen gestritten, wer die Erfinder des Kinos waren. Unbestritten aber ist die Tatsache, dass 1895 die Geburtsstunde des Kinos war. Genauso wahr ist, dass die erste Filmvorführung vor zahlendem Publikum in Berlin stattfand.

Die Brüder Skladanowsky zeigten am 1. November 1895 im Berliner Varieté Wintergarten ihr Wintergartenprogramm mit neun Kurzfilmen (u.a. Das boxende Känguruh“). Knapp einen Monat später, am 28. Dezember 1895, führten die Gebrüder Lumiére ihre Kurzfilme vor. Unter den 33 Zuschauern, die im Salon Indien des Pariser Grand Café, dem Spektakel beiwohnten, saßen auch die Brüder Skladanowsky. Die Kurzfilme der Lumiéres waren nur 40 bis 50 Sekunden lang und zeigten dokumentarische Momentaufnahmen, in einer einzigen schnittlosen Einstellung gedreht. Doch das Publikum zeigte sich mehr als nur beeindruckt: Der einfahrende Zug in der Projektion L’arrivé d’un train à La Ciotat („Einfahrt eines Zuges“) verschreckte die Zuschauer damals angeblich so, dass sie in Panik von den Sitzen sprangen und teilweise das Kino fluchtartig verließen. Sie nahmen irrtümlich an, der Zug würde direkt in sie hineinfahren.

Schlussendlich zeigte sich der 35mm-Cinematograph der Lumiéres dem Bioscop der Skladanowsky Brüder technisch weit überlegen und setzte sich durch. Auch in der Frage, wer die Erfinder des Kinos sind, hat sich die Geschichtsschreibung des Films für Auguste und Louis Lumière entschieden. Der 28. Dezember 1895 gilt als Geburtsstunde des Kinos in Europa.

 

Eine Geschichte von Licht und Schatten

Doch bevor die Bilder tatsächlich laufen lernten, lernten sie erst einmal flackern.  Schon im 17. Jahrhundert kam es zu einem entscheidenden Ereignis für die Entwicklung der Kinotechnik – die Laterna Magica wurde erfunden. Der deutsche Jesuit und Universalgelehrte Athanasius Kircher gilt als ihr Erfinder. Er hatte in seiner „Ars magna lucis et umbrae“, einem Werk über die physikalischen Gesetze der Projektion, die Zeichnung einer sogenannten „Zauberlaterne“ veröffentlicht. Diese warf mit einer eingebauten Linse, durch das Licht einer Kerze, ein vergrößertes Bild an eine Wand.

Die Absicht von Athanasius Kircher war es mit den Projektionen der Laterna Magica „die religiöse Erziehung zu befördern“. Mit der Vergrößerung biblischer Motive, Bilder des Paradieses und von Himmel und Hölle sollte für den christlichen Glauben und das rechte Leben geworben werden.

Doch die neuartige Projektionsmaschine feierte ihre größten Erfolge nicht in der Kirche, sondern auf dem Jahrmarkt.

Im Theater der Goethezeit nutzte man die Zauberlaterne auch zur Geisterdarstellung. Hier wurde die Laterna Magica so aufgestellt, dass sie für den Zuschauer nicht sichtbar war. Der Bühnennebel diente als Projektionsfläche und der Eindruck von frei schwebenden Figuren entstand. Durch die Wirkung dieser Phantasmagorien war die Laterna auch unter dem Namen „Schreckenslaterne“ bekannt.

Daneben führten Projektionskünstler einem breiten Publikum lustige und „schauerliche“ Geschichten und Märchen auf beweglichen Glasbildern vor. Neben den fiktiven Geschichten waren auch Reise- und Expeditionsberichte äußerst beliebt. In einer Zeit, in der Reisen äußerst beschwerlich und nur Wenigen vorbehalten war, konnte man so erstmals fremde und exotische Welten und unbekannte Kulturen bestaunen.

Später wurde die magische Laterne handlicher und auch für den Hausgebrauch produziert. In den bürgerlichen Haushalten nutzte man sie vor allem für die Bildung und Unterhaltung der Kinder.

Die Entwicklung ging weiter und durch die Erfindung von stärkeren Lichtquellen im 19.Jahrhundert, wie Kalk- und Gaslampen, konnten nun auch einem immer größeren Publikum Geschichten vorgeführt werden. Mit farbenprächtigen Bildern, musikalischer Untermalung und spektakulären Effekten, wurde die Illusion nun immer perfekter und kam einem Kinoerlebnis schon recht nah.

Nur hatten die Bilder immer noch nicht laufen gelernt, was die Phantasie und den Erfindungswillen der Menschen weiterhin antrieb.

 

Die Illusion der Bewegung

1828 wurde der belgische Physiker Joseph Plateau durch die Beschreibung des englischen Arztes Peter Marc Roget auf das interessante Phänomen der Bewegungsillusion aufmerksam.

Derstroboskopische Effekt (griechisch strhóbos = Wirbel, sich drehen, skopein = sehen, betrachten) basiert zum einen auf dem Nachbildeffekt des menschlichen Auges: Sogenannte Nachbilder oder Phantombilder werden auch dann noch empfunden, wenn der ursprüngliche Lichtreiz abgeklungen ist, wie man z.B. helle Flecken nach einem Blick in die Sonne sieht. Durch diese Trägheit kann das menschliche Auge nicht mehr als 15 Einzelbilder pro Sekunde wahrnehmen. Eine schneller Abfolge von Einzelbildern (optimal:  24 Bilder pro Sekunde) wird vom Menschen als kontinuierliche Bewegung wahrgenommen, weil ein Bild das nächste überlagert. Beim „stroboskopischen Effekt“ kommt die Bewegungsillusion durch das blitzlichtartige Zusammenwirken des Nachbildeffektes mit den kurzen Dunkelphasen zwischen den Bildern zustande.

Plateau entwickelte 1832 die Idee  „das Stroboskop mit 16 Zeichnungen eines Tänzers zu füttern, die gegeneinander immer um eine Bewegungsphase verschoben waren und nach sechzehn Phasen wieder in die Ausgangsstellung mündeten.“ Das Phenakistiskop war geboren. Hier werden Bilder, die eine Bewegungsabfolge zeigen, kreisförmig auf einer runden Scheibe angeordnet. Durch Sehschlitze werden die Bilder auf einen Spiegel geworfen und durch die schnelle Drehbewegung ergibt sich eine optische Täuschung und der Eindruck einer Bewegung entsteht.

Ab 1833 bringt Plateau den Apparat zusammen mit dem Verleger Ackermann unter dem Namen Phantasmascope-Scheibe auf den Markt.

Zeitgleich mit Plateau entwickelte auch der österreichische Mathematiker, Geodät und Erfinder Simon Ritter von Stampfer ein „Lebensrad“. Er war durch die Versuche mit „Zahnscheiben“ des britischen Physikers Faraday auf das Phänomen der optischen (Vor)Täuschung einer Bewegung aufmerksam geworden. Er wiederholte die Versuche Faradays und entwickelte die „Zahnscheiben“ zu einem Stroboskop oder Kreisdreher weiter.

1832 wurden die Phenakistiskope von Plateau und Ritter zur gleichen Zeit  in Österreich und Frankreich vorgestellt.

Ritter ließ seine Erfindung unter dem Namen „Stroboskopische Scheibe“ von der Wiener Kunsthandlung Trentsensky&Vieweg kommerziell vermarkten. Er war damit derart erfolgreich, dass die Erstauflage vom Februar 1833 so schnell ausverkauft war, dass im Juli bereits eine verbesserte Version erschien. Zudem bekam er am 7. Mai 1833 für seine Entwicklung das kaiserliche Privileg Nr.1920.  Dadurch konnte sich Stampfers Version stärker verbreiten, als die seiner Konkurrenz, und gab dem „stroboskopischen Effekt“ seinen Namen.

Das Prinzip der Stroboskopischen Scheibe wurde 1834 von William George Horner, einem englischen Mathematiker, weiter entwickelt. Er nannte es zuerst Daedaleum oder Daedatelum. Hier ist die Bildabfolge auf der Innenwand einer Trommel angebracht. Die Trommel wird gedreht und der Betrachter kann die animierten Sequenzen durch Schlitze in der Trommelwand betrachten.

Auf Jahrmärkten sorgte es unter dem Namen Zoetrop / Zootrop, im Volksmund auch „Wundertrommel“, für Begeisterung. Später war es auch in Privathaushalten als „Wheel of Life“ ein beliebtes Kinderspielzeug.

Apparate, die ebenfalls den stroboskopischen Effekt und das Prinzip vorbeilaufender Phasenbilder nutzen, wurden nun stetig weiter entwickelt.

 

Von laufenden Bildern und schwebenden Pferden

1872 kam es zu einem weiteren Meilenstein der Kino(vor)Geschichte. Der britische Starfotograf Eadweard Muybridge (eigentlich: Edward James Muggeridge) wurde  von dem Eisenbahn-Tycoon Leland Stanford engagiert, um herauszufinden, ob die vier Hufe eines Pferdes im Galopp gleichzeitig in der Luft sind. Über Jahre tüftelte der Perfektionist an einer Möglichkeit eine Tausendstelsekunde im Bild fest zu halten. Er löste das Problem, indem er 36 Fotoapparate nebeneinander stellte.  Diese wurden von den Pferden beim Traben oder Galoppieren durch  Auslösedrähte aktiviert. Damit gelang ihm der Beweis, dass Pferde tatsächlich für Momente in der Luft schweben.

Zur Präsentation seiner Serienaufnahmen erfand er 1879 das Zoopraxiskop: Hier wurden Reihenaufnahmen auf Scheiben gedruckt und in einen Projektor eingelegt. Nun schienen die Pferde an der Wand zu laufen.

Die Entwicklung der Filmtechnik ging nun rasant weiter. In den kommenden Jahren gab es weitere Erfindungen und Weiterentwicklungen, wie den Chronofotografen, den Elektrischen Schnellseher (Tachyskop) und den Photochronographen.1888 dreht der Franzose Louis Le Prince die ersten bewegten Bilder, mit einer Kamera und mit nur einem Objektiv.

Im Jahr 1891 stellte Thomas Alva Edison einen Prototyp des Kinetoskop vor. Das Projektionsgerät hatte nur einen Haken: Der Apparat war zwar ein Erfolg auf Jahrmärkten, aber den Film konnte immer nur eine Person in einem Guckkasten schauen.

 

Die Geburt des Kinos

Das Jahr 1885 war nun endlich die Geburtsstunde des Kinos. Die Lumieres setzten sich mit ihrem Kinematographen gegen die Brüder Skladanowsky durch. Das lag einerseits an der überlegenen Technik ihres 35mm-Cinematographen, der Kamera und Projektor in einem Gerät war. Andererseits verfügten sie, als Fabrikanten und Großbürger über das nötige Kapital und entsprechende Kontakte zur Wirtschaft.

Zu Anfang sahen die Lumieres, als Besitzer einer Firma für fotografische Geräte, im Film nur eine Ergänzung der Fotografie. Sie nutzten die „lebende Fotografie“ zur Abbildung der Realität und Wiedergabe alltäglicher und gesellschaftlicher Ereignisse, wie Paraden, Ausstellungen oder Varieténummern.

Gleichzeitig etablierten sich durch den Erfolg der Brüder Lumiere Theater, die ausschließlich Filme zeigten.

In Frankreich erkannte man früh das große wirtschaftliche Potenzial des neuen Mediums und es wurden hier die ersten Filmgesellschaften gegründet. Bis zum ersten Weltkrieg konnten die Franzosen ihre Position im weltweiten Filmmarkt, auch vor Deutschland und den USA, behaupten.

 

Oskar Messter – Begründer der deutschen Kino- und Filmindustrie

Zu den wichtigsten Wegbereitern des deutschen Kinos und der internationalen Filmtechnik gehört auch Oskar Messter (1860-1943), Sohn eines Fabrikanten für optische und feinmechanische Geräte. Er wird auch „Vater des deutschen Films“ genannt und hat die ersten Jahre des Kinos in Deutschland entscheidend geprägt. Auf technischem Gebiet gehen einige entscheidende Entwicklungen auf sein Konto.

Er entwickelte einen eigenen Kinematographen, den er auch in Serie produzieren ließ. Dabei verbesserte er den Kinematographen der Lumiére Brüder entscheidend. Dieser hatte den Nachteil, dass der Film nur ruckartig weiter transportiert wurde. Dadurch entstand ein unangenehmes Flimmern. Messter ersetzte das Konstruktionsprinzip des Greifers ab 1896 durch ein Malteserkreuz – noch heute unerlässlicher Bestandteil aller Filmprojektoren- und eine Doppelflügelblende. Dadurch war ein besserer Bildstand, eine schonendere Filmführung und eine flimmerfreie Aufnahme und Wiedergabe möglich.

Daneben gilt Oskar Messter auch als Ponier des Tonfilms. Das von ihm 1903 entwickelte Biophon koppelt einen Filmprojektor mit einem Grammophon, das zuvor synchron aufgezeichnete Schallplatten abspielt. Messters Tonbilder sind in Deutschland vor dem ersten Weltkrieg als “singende, sprechende, musizierende lebende Fotografien“ sehr populär.

Vor der Gründung der UFA ist er der wichtigste deutsche Filmproduzent und stellt mit der Messter Projektion GmbH von 1909 bis 1917 mehr als 350 Filme her.

1914 meldete sich Oskar Messter freiwillig zum Kriegsdienst und wurde der Pressestelle des Stellvertretenden Generalstabs zugeteilt. Dort arbeitete er u.a. die Zensurbestimmung für fotografische und kinematographische Bilder aus. Zudem produzierte er ab Oktober 1914 unter dem Namen Die Messter-Wochenschau“ die erste deutsche Wochenschau. Hier wurde u.a. vom Alltag der Soldaten hinter der Front, sportlichen Wettkämpfen und Truppenübungen berichtet. Daneben wurden zwar auch zerstörte Städte und Kriegsgefangene gezeigt. Doch Bilder von Toten und Schwerverletzten, sowie den katastrophalen Bedingungen an der Front waren grundsätzlich verboten. Somit widmete sich ein Großteil der Beiträge der Unterhaltung und Berichten von der Heimatfront.

Neben seiner Arbeit in der Propaganda- und Presseabteilung, entwickelte er auch Spezialkameras für die Luftaufklärung und die Feststellung von Trefferquoten bei Fliegerkämpfen.

1918 verkaufte Oskar Messter mehrere seiner Filmgesellschaften an die, von der Obersten Heeresleitung zu Propagandazwecken gegründete, Universum Film AG (UFA) und trat 1925 in deren Aufsichtsrat ein.

 

Kinomagie und die Reise zum Mond

Ab 1896 beginnt  der erste Magier und vielleicht wichtigster Vorreiter der Filmkunst sein filmisches Schaffen: George Melies, ein französischer Illusionist und Theaterbesitzer, war der größte Geschichtenerzähler des frühen Kinos. Mit seiner Firma „Star Film“ drehte er von 1896 bis 1913 mehr als 500 Filme. Sein bekanntestes und damals erfolgreichstes Werk, war „Le Voyage dans la Lumiere“  oder Die Reise zum Mond“(1902). Das wohl bekannteste Bild aus dem Film, ist die Kanone, die im Auge des Mondes steckt. Die von Jules-Verne inspirierte Geschichte ist nur 13 Minuten lang, sprüht aber nur so vor glänzenden Einfällen und erstaunlichen Effekten und gilt als der erste Science-Fiction-Film.

Als Pionier der Filmgeschichte gilt Melies aber auch, weil er das legendäre Stopp-Motion-Verfahren erfand.

Zu Beginn seines Schaffens war Melies finanziell durchaus erfolgreich. Doch ab 1911 konnte er Filme nur noch im Auftrag der übermächtigen Produktionsfirma Pathe produzieren.1913 kam seine eigene Filmproduktion zum Erliegen und er musste 1923 seinen Bankrott erklären und 1200 Filme als Rohmaterial an die Schuhindustrie verkaufen.

 

Vom Kintopp zur Filmindustrie

Trotz des frühen Schaffens von Melies setzte der Übergang vom dokumentarischen zum fiktionalen Film erst langsam ein. „Der Student von Prag“ schrieb, als einer der ersten künstlerisch ambitionierten Autorenfilme, Weltgeschichte. Das frühe Drama der schwarzen Romantik erzählt vom Aufstieg und Fall eines jungen Mannes, der sein Spiegelbild verkauft, um am Leben der „oberen Zehntausend“ teilnehmen zu können. Der Film markiert den Übergang vom theaterinspirierten Film zum eigenständigen Kintopp. Hier wurden erstmals spezifisch kinematographische Verfahren, wie Doppelbelichtungen und kaschierte Bildteile verwendet.

Es entstanden nun immer mehr Kinos und die Filmproduktion begann zu boomen. Gab es 1913 noch 28 Filmproduktionsfirmen, so waren es sechs Jahre später schon 245. Das Publikumsinteresse wuchs und die Lichtspielhäuser wurden größer und komfortabler. Hiermit verbunden war die technisch-ästhetische Weiterentwicklung des Films: Künstliches Licht, fiktionale Spielformen und das Autoren- und Erzählkino gehören von nun an zum deutschen Film.

Zunächst konnten sich in Deutschland auch ausländische Stummfilme, vor allem aus Frankreich, Italien und Dänemark durchsetzen, da der Stummfilm keine Sprachgrenzen hat. Doch ab 1914 wurden Filme aus dem Ausland größtenteils boykottiert, was im Unterhaltungsgewerbe durchaus spürbar war. Ausgefallene Filmvorführungen wurden durch Varieté-Nummern ersetzt. Doch das Publikum verlangte nach der Kinounterhaltung.

1917 wurde die Universum Film (UFA) nach dem Vorbild der Kriegsgegner zu Propaganda-Zwecken gegründet: Die Geburtsstunde der deutschen Filmindustrie. Deutschland stand nun den Aliierten in nichts nach und produzierte sogenannte „vaterländische Filme“. Da das Publikum aber lieber Unterhaltungsfilme sehen wollte, wurden diese gleichermaßen inszeniert.

Auch nach dem ersten Weltkrieg hatte die kriegsgezeichnete deutsche Bevölkerung ein großes Bedürfnis nach (Film)Geschichten und Ablenkung. Die Sehnsucht nach neuen deutschen Filmproduktionen bescherte der jungen Filmwirtschaft, dank der beginnenden Rezession und der schwachen D-Mark, einen ungeheuren Schub. Filme im eigenen Land zu produzieren lohnte sich und war wesentlich preiswerter, als ausländische Streifen zu importieren. So erlebte die Deutsche Filmindustrie einen nie wieder gekannten Aufschwung – bis zu 600 Filme jährlich wurden gedreht – und die deutsche Filmindustrie wuchs zu jener Zeit zur größten Europas heran.
k.n.

 

Zum Weiterstöbern